Neuigkeiten

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  • Die erste Party von INTERCULTURA

    Am Samstag 16.07. fand die erste Party mit Freunden von INTERCULTURA statt.

    Der gesamte Erlös kommt dem Vereinszweck zugute: dem Wohl der spanischsprachigen Bevölkerung in der Region Nürnberg.

    Wir danken den Spendern und den Freiwilligen, die während des Festes gearbeitet haben, denn ohne sie wären gemeinnützige Vereinen wie Intercultura nicht möglich.

    Auf der Party gab es Arepas, Fleischpasteten, Tortillas, Sangria, Kuchen und viele andere leckere Sachen.

    Wir konnten der schönen Stimme von Pilar mit La Cuarenta lauschen.

    Hanna, die Kinderanimateurin, brachte alle Kinder (und auch die Eltern!) zum Tanzen.

    Viel Spaß hatten die Kinder auch mit den Schwertern, die Marcus aus Luftballons gebastelt hatte.

    Dann sang Manu, eine sehr junge Frau mit viel Rhythmus, die bereits ihre eigenen Lieder komponiert!

    Den Abschluss des Nachmittags bildete die Verlosung von drei tollen Preisen.

    Es war für Alle ein unvergesslicher Nachmittag.

    Das Engagement und die Herzlichkeit der Teilnehmer zu spüren, ist eine Belohnung für unsere Arbeit und die beste Motivation, dieses Projekt fortzusetzen.

    Ihr alle seid Intercultura

  • Gründung einer „Spanischen Krabbelgruppe in Nürnberg“.
    Am 18. Mai 2022 trafen sich mehrere spanischsprachige Mütter und werdende Mütter, um eine „Spanische Krabbelgruppe“ in Nürnberg zu gründen.

    Es handelt sich um ein wöchentliches Treffen von Familien mit ihren Babys in spanischer Sprache, damit die Kleinen unsere Sprache hören können und die Mütter/Eltern sich austauschen können.

    *WANN: Mittwochs, jede Woche.
    *Zeit: 13:00-14:00 Uhr.
    *Ort: TabeaHaus. Es verfügt über ein Spielzimmer für Babys, einen Garten, eine Küche und Toiletten.
    *ADRESSE: Kölner Str. 33, 90425 Nürnberg.
    *ANFAHRT: U-Bahn-Haltestelle „Nordwestring“ (Linie U3), Busse 35 und 39.
    *WIE VIEL ES KOSTET: Nichts! Es ist ein informelles Treffen 🙂
    Wenn Sie teilnehmen möchten, brauchen Sie sich nicht anzumelden, kommen Sie einfach vorbei.
    Willkommen Schwangere, Väter und alle Familien mit Babys, die ihr Spanisch üben möchten!

  • „Zwei Welten in einer“. Märchen für spanischsprachige Migrantenfamilien.

    Im Dezember wurde eines der schönsten Projekte abgeschlossen, das wir bis jetzt hatten: Ein Buch!

    Der Titel lautet “Zwei Welten in einer”.

    Es ist eine Sammlung von Geschichten, die von spanischsprachigen Migrantenmüttern geschrieben und mit ihren Kindern illustriert wurden.

    Es handelt sich um Geschichten, die auf Spanisch geschrieben wurden, um sie unseren Kindern in ihrer Muttersprache vorzulesen. Auf diese Weise wollen wir die Zweisprachigkeit fördern und ihnen beim Erwerb Ihrer „eigentlichen Muttersprache“ helfen, die in unserem deutschsprachigen Umfeld Spanisch ist.

    Die Geschichten behandeln Themen, die zur Realität eines Einwanderers gehören und bieten Gelegenheit, mit Kindern über diese Themen zu sprechen, ihnen zu helfen, ihre eigene Familie zu verstehen. Dabei wird die Einwanderung immer von ihrer positivsten Seite gezeigt, in der Überzeugung, dass alle Hindernisse überwunden werden können und dass die Öffnung gegenüber anderen Kulturen ein großes Geschenk für Kinder ist.

    Dieses Buch wurde koordiniert von Maria Pinto del Solo, Multiplikatorin des AMITE-Projekts, in Zusammenarbeit mit INTERCULTURA deutsch-spanischer Verein für Bildungs- und Kulturarbeit e.V.

    Das Projekt AMitE („Arbeit mit Eltern“) des Bundes der Spanischen Elternvereine in der Bundesrepublik Deutschland e. V. wird durch das Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert.

    Die Idee und ihre Umsetzung

    Dieses Buch ist das Ergebnis eines Treffens, das von Intercultura im Juni 2021 im Rahmen des AMiTE-Projekts einberufen wurde. An diesem Tag trafen sich mehrere spanischsprachige Personen aus der Region, um über Initiativen zu beraten, die in Nürnberg durchgeführt werden sollten.

    Bei diesem Treffen schlug María Pinto, die bereits Erfahrung als Schriftstellerin hat und mit der Verlagswelt vertraut ist, die Idee vor, ein Buch mit Geschichten von Migrantenmüttern zu erstellen und dieses gemeinsam mit deren Kindern zu illustrieren. Desiree, die schon immer davon geträumt hat, eine Geschichte zu schreiben, Karla, die gerne zeichnet, und Majo, die Bücher und Buchhandlungen liebt, schlossen sich der Initiative sofort an.

    Und so kamen diese spanischsprachigen Migrantenmütter zusammen, um einen gemeinsamen Traum zu verwirklichen: ein Buch mit ihren Kindern, für ihre Kinder zu schreiben.

    Das Projekt wurde durch die Arbeit eines multikulturellen Teams ermöglicht, das sich aus zahlreichen Personen und Institutionen zusammensetzt.

    Die Autoren sind María José Kerk aus Venezuela, María Pinto del Solo aus Spanien, Desiree Dianderas-Schäfer aus Peru und Karla Danira Martínez Rizo aus Mexiko. Valentina Zavala aus Mexiko, Jörg Steinheimer aus Deutschland und María Paula Romero aus Kolumbien haben ebenfalls an dem Buch mitgewirkt und mitgearbeitet.

    Darüber hinaus wäre das Buch nicht möglich gewesen ohne die Koordination von María Pinto als Multiplikatorin des Projekts AMitE („Arbeit mit Eltern“) des Bundes der Spanischen Elternvereine in der Bundesrepublik Deutschland e. V., das vom Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert wird.

    Unser besonderer Dank gilt María Pinto für ihre Texte im Vorwort und auf der Rückseite des Buches sowie für das Korrekturlesen aller Texte im Buch.

    Diese Initiative zeigt, dass viel erreicht werden kann, wenn wir uns zusammenschließen und zusammenarbeiten.

    Der Erstellungsprozess

    Das Buch ist während der monatelangen Pandemie entstanden, mit den damit verbundenen Koordinierungsschwierigkeiten, bei denen einige persönliche Treffen mit mehreren Videokonferenzen, zahlreichen E-Mails und Chat-Nachrichten kombiniert wurden.

    Im September wurde der Prozess des Schreibens und Überarbeitens der Geschichten abgeschlossen, und es wurde damit begonnen, sie gemeinsam mit den Kindern zu illustrieren. Im Dezember war das Layout fertig und das Buch wurde an die Druckerei geschickt.

    Das Ergebnis

    Das Buch besteht aus vier illustrierten Geschichten auf Spanisch, die sich mit Themen wie der Entscheidung, die Heimat zu verlassen, der Einsamkeit, an einem neuen Ort anzukommen, dem Unbehagen, sich anders zu fühlen oder mit dem Gefühl zu leben, einen geliebten Menschen zu vermissen, beschäftigen – universelle Themen, die nicht nur Migrantenfamilien betreffen.

    Die vier Geschichten sind:

    “Der gelbe Baum”

    Auswandern heißt nicht, vor etwas weg zu laufen, sondern Neues erfahren zu wollen.

    María José Kerk, illustriert gemeinsam mit Carlotta Kerk. 


    “Das Paradies auf Erden” 

    Die Nostalgie ist nicht der Feind des Glücks.

    María Pinto del Solo, illustriert gemeinsam mit Marina Meyer.


    “Die schönste Wimper der Welt”

    Der Mix aus Kulturen bringt Dich zum Lächeln

    Desiree Dianderas-Schäfer, illustriert gemeinsam mit Rafael und Nicolas Schäfer.


    “Mein Meer”

    Erst wenn man sich dem Fremden gegenüber öffnet, hört es auf, fremd zu sein.

    Karla Danira Martínez Rizo, illustriert gemeinsam mit Dalia Minerva Dojkov Martínez

    Vorwort von María Pinto

    „Bei “Zwei Welten in einer“ handelt es sich um die Sammlung von vier Märchen, die von Migrantinnen geschrieben und von ihnen gemeinsam mit ihren Kindern illustriert worden sind. Wir – die vier Autorinnen – sind aus spanischsprachigen Ländern nach Deutschland gekommen, haben eine Familie mit deutschen Partnern gegründet und haben unsere Kinder weit weg von unserer eigenen Kultur in multikulturellen und zweisprachigen Familien aufgezogen.
    Mit diesen Erzählungen möchten wir den Leserinnen und Lesern die Möglichkeit geben, mit ihren Kindern einige derjenigen Themen zu behandeln, die zum Alltag einer Migranten- bzw. multikulturellen Familie gehören.
    Auswandern bedeutet, dass man seine Eltern und Geschwister und die Straßen hinter sich lässt, in denen man seine ersten Schritte gemacht hat, dass man seine Traditionen aufgibt, und den Verlust des gewohnten Geschmacks und der bekannten Gerüche. Es bedeutet schlicht von Null wieder anfangen zu müssen. Geschichten über Migration werden in der Regel mit einem nostalgischen und traurigen Unterton erzählt. Klar ist: emigrieren heißt, dass man die befestigte, gerade Straße verlässt, um die Reise auf einem schlecht gepflasterten Weg fortzusetzen. Es ist ein Streifzug voller Höhen und Tiefen, voller Stolpern, Nadelstichen oder schlimmstenfalls Brüchen.
    Dennoch, eine andere Kultur kennenzulernen ist ein riesiges Geschenk. Wir wollen daher mit unseren Erzählungen dem Leser die positive Seite von Migration näherbringen. Sich einem multikulturellen Umfeld zu öffnen heißt gleichzeitig den eigenen Horizont zu erweitern, sich in Toleranz zu üben und mentale Schranken niederzureißen.
    Kinder sollen zwei Dinge von ihren Eltern mitbekommen: Wurzeln und Flügel. Mit unseren multikulturellen Wurzeln hoffen wir, dass wir unseren Kindern gedankliche Flügel verleihen können, die sie so weit – oder gar noch weiter – tragen, wie das Leben uns Tausende von Kilometern von dem Ort weggetragen hat, an dem wir geboren worden sind“.

    Wie man das Buch kaufen kann

    Das Buch kann bei der Librería Española in München bestellt werden. Es ist auch auf Amazon.es, auf der Website des Verlags Torres Editores und auf Amazon.de (dort nur in digitaler Form) erhältlich. Sobald es auf Amazon Deutschland in physischer Form erhältlich ist, werden wir es auf unserer Facebook-Seite ankündigen.

    Librería espanola de Munich

    Amazon.es

    Torres Editores

  • Ergebnisse des Fragebogens zur Situation und zu den Anliegen spanischsprachiger Familien in Mittelfranken , 2021

    Ergebnisse des Fragebogens zur Situation und zu den Anliegen spanischsprachiger Familien in Mittelfranken , 2021 – Ergebnisse von Familien mit Kindern und angehenden Familien

    Nürnberg, 9. Dezember 2021

    Dieser Fragebogen ist Teil des Projekts AMitE („Arbeit mit Eltern“) der Konföderation der Spanischen Elternvereine in der Bundesrepublik Deutschland mit dem Ziel, die Situation und die Anliegen spanischsprachiger Familien in Mittelfranken zu erfahren. Der Fragebogen wurde von María Pinto del Solo, Multiplikatorin des AMitE-Projekts, koordiniert und mit Mitteln des Bundesministeriums des Innern für Bau und Heimat und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge durchgeführt.

    Es handelte sich um eine digitale Umfrage in spanischer Sprache, die zwischen dem 7. Oktober und dem 15. November 2021 über eine öffentlich zugängliche Internetverbindung durchgeführt wurde. Es wurde in Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Migrantenverein INTERCULTURA deutsch-spanischer Verein für Bildungs- und Kulturarbeit e.V. verbreitet, vor allem durch die Weitergabe des Links in den sozialen Netzwerken und durch die Mitarbeiter und Teilnehmer an den Workshops und Kursen.

    Der Fragebogen war anonym. Die erreichte Stichprobengröße betrug 128 Personen.

    Die Ergebnisse in spanischer Sprache finden Sie unter diesem Link:

    https://www.intercultura-nuernberg.de/encuesta/

    In diesem Artikel werden die Situation und die Sorgen derjenigen dargestellt, die in Frage 6 antworteten, dass sie Kinder haben (n=76). Ein weiterer Raum ist den Anliegen zukünftiger Familien gewidmet, indem die Daten der Befragten berücksichtigt werden, die geantwortet haben, dass sie mit ihrem ersten Kind schwanger sind oder in den nächsten ein bis zwei Jahren Kinder bekommen wollen (n=18).

    Die Situation der spanischsprachigen Eltern in Mittelfranken

    Von den 128 Befragten gaben 59,3 % an, Kinder zu haben. Im Folgenden wird in diesem Artikel, sofern nicht anders angegeben, eine Stichprobengröße von 76 Personen (n=76) verwendet.

    Das Profil der Befragten mit Kindern ist relativ homogen. Die meisten von ihnen sind Frauen (87 %), verheiratet (76 %), zwischen 25 und 59 Jahre alt (98 %), mit einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis (82 %) und Wohnsitz in Nürnberg (73 %). Die meisten von ihnen sind Familien mit 1 oder 2 Kindern (88 %) im Schul- und Vorschulalter (99 %).

    Die Stichprobe setzt sich überwiegend aus Familien mit guter wirtschaftlicher Lage und einem qualifizierten akademischen Profil zusammen. 74,67 % der Befragten bezeichnen ihre finanzielle Situation als gut oder sehr gut. 74,80 % haben ein Hochschulstudium und 13,16 % eine Berufsausbildung.

    Was den Geburtsort der Befragten betrifft, so wurden 68,4 % in Lateinamerika und 31,6 % in Europa geboren. Mexiko ist mit 28,95 % der Befragten besonders stark vertreten, Spanien mit 26,32 %.

    Hinsichtlich der Nationalität des Partners geben 52,37 % an, dass ihr Partner aus einem deutschsprachigen Land (Deutschland, Österreich oder Schweiz) stammt. Diese Daten zeigen, dass in mehr als der Hälfte der Familien mehrere Kulturen sowie die spanische und die deutsche Sprache im Haushalt koexistieren.

    Diese Realität spiegelt sich auch in den Gründen für die Entscheidung zur Auswanderung wider, denn 21,05 % der Befragten sahen, dass ihr Partner in Deutschland lebte.

    Bemerkenswert ist, dass 47,37 % der Befragten ihrem Partner oder ihrer Partnerin gefolgt sind, entweder weil sie ein Arbeitsangebot in Deutschland erhalten haben (26,32 %) oder weil sie bereits in Deutschland lebten (21,05 %).

    Mit großem Abstand folgen andere Gründe der persönlichen Motivation, die 26,32 % ausmachen. Sie unterteilen sich in folgende Motive: Ausbildung (11,84 %), Arbeit (10,53 %) und Erlernen der Sprache (3,95 %).

    Die Gründe, die sich auf die schlechte Situation im Herkunftsland (Arbeitsmarkt oder persönliche Sicherheit) als Auslöser für die Abwanderung beziehen, machen nur 11,84 % aus.

    Infolgedessen kamen die meisten Teilnehmer des Fragebogens erst im Erwachsenenalter nach Deutschland.  59,21 % waren bei ihrer Auswanderung über 30 Jahre alt.

    Was die Dauer des Aufenthalts der Befragten in Deutschland betrifft, so ist die Stichprobe sehr gleichmäßig verteilt. Die Ergebnisse repräsentieren somit alle zeitlichen Etappen, die eine Familie im Integrationsprozess durchläuft.

    Ebenso ist die Stichprobe gleichmäßig auf die verschiedenen Niveaustufen der deutschen Sprache verteilt: 31,58 % haben ein Anfängerniveau (A2 oder niedriger), 38,15 % ein mittleres Niveau (B1 oder B2) und 30,26 % ein hohes Niveau (C1 oder höher).

    Da die Sprache eine wichtige Variable im Integrationsprozess ist, ist es wichtig, die Sprachkenntnisse mit der persönlichen Wahrnehmung zu vergleichen, ob man sich in Deutschland integriert fühlt oder nicht.

    Nur 10,53 % der Befragten fühlen sich im Land voll integriert, obwohl 30,26 % die Sprache fließend beherrschen (sie haben mindestens das Niveau C1 in Deutsch). Versteht man das B2-Niveau als ausreichende Sprachkenntnisse, um einen Integrationsprozess erfolgreich durchzuführen, sind die Zahlen noch auffälliger, denn das bedeutet, dass sich nur 10,53 % der Befragten als voll integriert betrachten, obwohl mehr als die Hälfte (51,19 %) die Sprache sprechen.

    Diese Ergebnisse veranlassen uns, nach anderen Variablen zu suchen, die das Gefühl der Integration zusätzlich zu den Sprachkenntnissen stark beeinflussen. Der Klassiker ist die Arbeit. Was die Beschäftigungssituation der Befragten betrifft, so sind 55,26 % derzeit in Deutschland tätig.

    Von den Erwerbstätigen sind 19,05 % selbständig und 80,95 % haben einen Vollzeit- (42,86 %), einen Teilzeit- (35,71 %) und einen Minijob oder ähnliche Verträge (2,38 %). Was die Tätigkeitsbereiche anbelangt, so sind die meisten Personen in folgenden Bereichen beschäftigt: Architektur und Ingenieurwesen mit 19,05 %, Büro- und Verwaltungsdienstleistungen mit 16,67 %, Bildung und Ausbildung mit 11,9 % und medizinische Versorgung mit 9,52 %. Es ist anzumerken, dass 16,67 % der Befragten meinen, dass ihr Berufsfeld in keine der vorgeschlagenen Kategorien fällt.

    Mehr als 60 % der erwerbstätigen Befragten sind mit ihrer Beschäftigungssituation ziemlich oder vollkommen zufrieden, und nur 14,28 % sind überhaupt nicht oder nur minimal zufrieden. Die Mehrheit (79,19 %) ist außerdem der Ansicht, dass die Arbeit, die sie verrichten, ihren akademischen Qualifikationen entspricht. Dennoch fühlen sich nur 16,67 % von ihnen in Deutschland voll integriert.

    Der Grad der Zufriedenheit mit der Beschäftigungssituation derjenigen, die nicht arbeiten, ist sehr unterschiedlich. Die meisten von ihnen sind Hausfrauen (69,7%), gefolgt von Personen in Ausbildung (15,15%) und Arbeitslosen (12,12%). Keiner dieser Menschen ist mit seiner Arbeitssituation völlig zufrieden. Fast die Hälfte, 48,48 %, ist überhaupt nicht oder nur geringfügig zufrieden.

    In dieser Gruppe von Befragten, die Arbeit nicht als integrierenden Faktor sehen, gibt es einen beträchtlichen Prozentsatz von Personen, die sich nicht integriert fühlen (23,53 %), aber es gibt auch eine noch größere Gruppe von Befragten (29,41 %), die sich einigermaßen oder vollständig integriert fühlen, obwohl sie nicht arbeiten.

    Ein direkter Vergleich zwischen dem Integrationsgefühl derjenigen, die arbeiten, und derjenigen, die nicht arbeiten, zeigt die Bedeutung der Arbeit als positive Variable für die Integration. Es zeigt sich jedoch auch, dass das Fehlen eines Arbeitsplatzes nicht zwangsläufig bedeutet, dass man sich nicht integriert fühlt, ebenso wie das Vorhandensein eines Arbeitsplatzes nicht unbedingt bedeutet, dass man sich integriert fühlt. Darin spiegelt sich eine bekannte Tatsache wider: Der Integrationsprozess ist ein sehr komplexer Vorgang, der viele Variablen umfasst, die sich nicht auf eine gute Beschäftigungssituation oder ein kompetentes Sprachniveau reduzieren lassen.

    Um zu versuchen, weitere Variablen zu erfassen, die vermutlich den Integrationsprozess spanischsprachiger Familien in Mittelfranken beeinflussen, wurde ihnen die Frage „Inwieweit haben die folgenden Aspekte Ihr Wohlbefinden in Deutschland behindert?“ mit 18 geschlossenen Aspekten gestellt, die sie auf einer qualitativen Skala mit den Optionen „gar nicht“, „ein wenig“, „regelmäßig“, „ziemlich“ oder „sehr“ bewerten sollten.

    Kommunikationsschwierigkeiten und die Schwierigkeit, den Beruf auszuüben, der im Herkunftsland ausgeübt wurde, scheinen die Probleme zu sein, die das Wohlergehen der Mehrheit der Befragten am meisten beeinträchtigt haben. Zwei weitere sehr wichtige Aspekte sind das Fehlen von Unterstützungsnetzen und die Unkenntnis des deutschen Systems.

    Weitere Aspekte, die das Wohlbefinden beeinträchtigen, wenn auch in geringerem Maße, sind die fehlende Anerkennung von Qualifikationen, die fehlende Beschäftigung, die mangelnde Kenntnis der deutschen Kultur und Traditionen sowie die persönliche Unsicherheit.

    All diese Aspekte gehören zum Aufgabenbereich von Migrantenverbänden als Brückenbauer zur Integration:

    -Schulungs- und Informationsarbeit über das deutsche System und die deutsche Kultur übernehmen.

    -Aufbau und Stärkung von Unterstützungsnetzen.

    -Unterstützung einzelner Situationen durch Beratung, Betreuung und Begleitung.

    -durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und die aktive Beteiligung an der Gesellschaft durch freiwillige Arbeit, insbesondere für diejenigen, die nicht auf dem Arbeitsmarkt tätig sind.

    Um die Beziehung der Befragten zu Migrantenverbänden zu ermitteln, wurden sie gefragt, ob sie seit ihrer Ankunft in Deutschland Kontakt zu einem solchen Verein hatten, mit dem Ergebnis, dass nur 37 % der Befragten Kontakt zu einem Migrantenverband in Deutschland hatten. Bei diesen Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Umfrage über den Einwandererverband INTERCULTURA verteilt wurde, so dass ein erheblicher Teil der Befragten direkten oder indirekten Kontakt zu diesem Verband hatte oder aus einem Verbandsumfeld stammt. Es ist also davon auszugehen, dass der tatsächliche Prozentsatz der Einwanderer, die Kontakt zu Verbänden haben, niedriger ist als in der Umfrage angegeben.

    An erster Stelle stehen die Personen, die angaben, Kontakt zu Migrantenverein Intercultura (11 Personen) gehabt zu haben, über den die Umfrage verteilt wurde. Es ist erwähnenswert, dass der Verein erst seit Oktober 2020 aktiv ist, d.h. er musste sich erst bekannt machen und seine Aktivitäten während der Pandemie entwickeln.

    An zweiter Stelle stehen die katholische Kirche/Mission und das Spanischzentrum in Nürnberg (jeweils 4 Personen).

    An dritter Stelle stehen der spanischsprachige Kulturverein Nürnberg (ACdHH) und das Frauenzentrum Invia. Und an vierter Stelle stehen zwei Migrantenvereine in Nürnberg: das Centro Gallego und Ceclam. Beide Vereine, die in Nürnberg eine lange Tradition haben, widmen sich in erster Linie der Verbreitung der spanischen bzw. lateinamerikanischen Kultur und nicht den Integrationsaufgaben an sich.

    Anzumerken ist, dass es sich bei vielen der genannten Institutionen/Gruppierungen nicht um Migrantenverbände im eigentlichen Sinne handelt, wie z. B. die Kirche selbst, Invia, ein Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit, Kolping, ein katholischer Sozialverband, JMD, ein katholischer Jugendverband für Migranten in Nürnberg, die Gruppe Pío Pío, eine Familiengruppe, die sich im Spanischen Zentrum in Nürnberg trifft, Kolping, ein katholischer Sozialverband, JMD, ein Jugendmigrationsdienst, Internetgruppen oder die Peruaner in Nürnberg, eine Facebook-Gruppe.

    Von den 26 Personen, die auf die Frage geantwortet haben, haben sechs von ihnen mehrere Verbände kontaktiert.

    Andererseits wurden die Personen, die sich noch nie an einen Zuwandererverband gewandt hatten (63 %), nach den Gründen dafür gefragt.

    31,25 % dieser Personen geben als Grund an, dass sie keine Migrantenvereine kennen, obwohl mehr als 70 % der Befragten in Nürnberg leben, wo es mehrere aktive Vereine gibt.

    29,17 % der Befragten haben diese Möglichkeit nicht in Betracht gezogen, 22,92 % geben an, dass sie sie nicht gebraucht haben oder keinen Nutzen darin sehen, 8,33 % geben an, dass sie nicht wissen, welche Funktion ein Zuwandererverband hat, und 4,17 % halten ihn nicht für integrationsfördernd.

    Diese Antworten zeigen auf die eine oder andere Weise ein gewisses Maß an Unwissenheit über die Existenz von Einwanderervereinigungen und deren Rolle.

    Schließlich wurden Fragen zur Ausstattung des Internetzugangs und zur Nutzung sozialer Netzwerke gestellt, zwei Themen, die angesichts der Pandemie und der sozialen Distanz, in der sich die Familien befinden, noch mehr an Bedeutung gewonnen haben. Die Ergebnisse zeigen, dass 98,43 % der Befragten zu Hause Zugang zu einem PC oder Tablet mit Internetanschluss haben und dass sie aktive Nutzer sozialer Netzwerke sind, insbesondere von Facebook, gefolgt von Instagram und YouTube.

    Sorgen als Elternteil

    Im Rahmen des AMitE-Projekts ist es von zentraler Bedeutung, die Anliegen spanischsprachiger Migranten in Mittelfranken in ihrer Rolle als Eltern zu identifizieren.

    Dazu wurden sie zu 16 geschlossenen Aspekten befragt, die sie auf einer qualitativen Skala mit den Optionen „gar nicht“, „wenig“, „regelmäßig“, „ziemlich viel“ oder „sehr viel“ bewerten sollten.

    Die größte Sorge bereitet den meisten Befragten das Aufwachsen ihrer Kinder ohne Unterstützungsnetze. 79 % der Eltern sind über diesen Aspekt besorgt (59,21 % von ihnen sind sogar ziemlich oder sehr besorgt darüber).

    Ein weiteres Problem, das viele Eltern fürchten, ist, dass ihr Kind ihre eigene Unsicherheit oder Frustration aufnehmt. Fünfundsiebzig Prozent der Befragten sind darüber besorgt (41 % sogar ziemlich oder sehr besorgt).

    Große Sorgen bereiten auch Probleme, die auf die eine oder andere Weise mit der Sprache zusammenhängen, z. B. dass man den Kindern nicht bei den Hausaufgaben helfen kann (was mehr als 70 % der Eltern beunruhigt), dass man sich beim Kinderarzt/bei der Kindertagesstätte nicht verständigen kann oder dass die Kinder aufgrund der Kommunikationseinschränkungen der Eltern nicht die gleichen Chancen wie andere Kinder haben.

    Ein weiterer wichtiger Punkt, der Anlass zur Sorge gibt, ist die fehlende Möglichkeit, aktiv am schulischen und sozialen Leben des Kindes teilzunehmen. 67 % der Eltern machen sich darüber Sorgen, 38 % sogar ziemlich viel oder sehr viel. Diese Befürchtung sollte nicht aus den Augen verloren werden, denn sie betrifft die beiden grundlegenden Aspekte des Lebens eines Kindes außerhalb des Elternhauses, d.h. seine Beziehung zur Gesellschaft, in die es eingebettet ist und an der es aktiv teilhaben soll.

    In den Einschätzungen der Eltern spiegeln sich auch Bedenken hinsichtlich der Weitergabe der eigenen Kultur und Sprache durch verschiedene Aspekte wider, z. B. dass das Kind die Traditionen des Landes der Eltern nicht aus erster Hand erfahren, kein Spanisch lernen oder die Werte der Herkunftskultur nicht übernehmen kann.

    Ein weiteres Problem ist, dass Kinder nicht die gleichen Chancen haben wie andere Kinder, weil sie das System der Eltern nicht kennen.

    Zukünftige Familien

    14,06 % aller Befragten (n=128) sind entweder mit ihrem ersten Kind schwanger oder planen, in den nächsten ein bis zwei Jahren Kinder zu bekommen. Ihnen ist diese Rubrik gewidmet, denn sie sind die zukünftigen spanischsprachigen Mütter und Väter in der Region Mittelfranken. Es handelt sich um eine relativ kleine Stichprobe von 18 Personen, so dass die Ergebnisse als unterrepräsentativ angesehen werden sollten.

    Die Befragten in dieser Gruppe sind überwiegend Frauen (88,9 %), zwischen 25 und 39 Jahre alt (94,44 %), verheiratet oder in einer Lebensgemeinschaft lebend (88,89 %).

    77,78 % von ihnen leben in Nürnberg und 76,6 % von ihnen sind berufstätig. Nur 55,5 % von ihnen haben eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis, im Gegensatz zu 81,6 % derjenigen, die bereits Kinder haben.

    Hinsichtlich der Dauer des Aufenthalts in Deutschland und des Niveaus der Deutschkenntnisse ist die Stichprobe relativ gleichmäßig auf die verschiedenen Zeitoptionen und Niveaus verteilt.

    Auf die Frage, inwieweit sie sich in Deutschland integriert fühlen, fühlen sich 22 % der Befragten in dieser Gruppe ziemlich oder vollständig integriert, im Gegensatz zu den derzeitigen Eltern, bei denen dieser Wert 44,7 % beträgt. Die geringe Repräsentativität der Stichprobe erlaubt es uns nicht, kategorisch zu sagen, dass Kinder eine positive Variable bei der Integration der Eltern sind, aber sie erlaubt uns die Hypothese, dass dies der Fall ist.

    Den angehenden Familien wurde die Frage gestellt: „Wenn Sie erwägen, in Deutschland Eltern zu werden, inwieweit machen Sie sich Gedanken über die folgenden Aspekte?“ und sie wurden zu denselben 16 Aspekten befragt wie die Befragten, die bereits Eltern sind, ebenfalls auf einer qualitativen Skala mit den Optionen „überhaupt nicht“, „ein wenig“, „regelmäßig“, „ziemlich viel“ oder „sehr viel“.

    Der Aspekt, der die meisten künftigen Familien am meisten beunruhigt, ist die fehlende Möglichkeit, sich beim Kinderarzt, in der Kinderkrippe usw. zu verständigen. Bei denjenigen, die bereits Eltern sind, spielt diese Sorge eine weitaus geringere Rolle (fast die Hälfte von ihnen gibt an, dass dieser Aspekt sie wenig oder gar nicht beunruhigt).

    Die beiden anderen Aspekte, die fast die Hälfte der künftigen Familien (47,06 %) ziemlich oder sehr beunruhigen, decken sich mit den Befürchtungen der derzeitigen Eltern und sind:

    -dass das Kind die eigene Unsicherheit/Frustration bemerkt.

    -Erziehung des Kindes ohne Unterstützungsnetzwerke.

    Eine große Zahl der künftigen Familien ist auch ziemlich oder sehr besorgt darüber, nicht aktiv am schulischen und sozialen Leben ihres Kindes teilnehmen zu können, wie es bei denjenigen der Fall war, die bereits Kinder haben.

    Die Befürchtung, dem Kind nicht bei den Hausaufgaben helfen zu können, die bei den jetzigen Eltern die zweitwichtigste Sorge war, spielt bei den angehenden Familien eine geringere Rolle, während die Sorge, dass die Kinder die Traditionen und Bräuche des Herkunftslandes nicht aus erster Hand erfahren können, für sie an Bedeutung gewinnt.

    Obwohl sie in Deutschland leben und ihre Kinder vermutlich in Deutschland geboren werden, machen sich 23,53 % der zukünftigen Familien große oder sehr große Sorgen, dass ihre Kinder die deutsche Sprache nicht richtig erlernen werden, 29,41 % befürchten, dass ihr Kind aufgrund kultureller Unterschiede Schwierigkeiten haben wird, soziale Kontakte zu knüpfen, und mehr als ein Drittel befürchtet, dass sie aufgrund ihrer Zuwanderungsgeschichte diskriminiert werden.

    77,78 % der künftigen Familien haben noch nie Kontakt zu einem Einwandererverein aufgenommen. Unter den Hauptgründen, dies nicht getan zu haben, sind die folgenden hervorzuheben: „Ich kenne keine“ (35,71 %), „Ich weiß nicht, welche Funktion ein Einwandererverband hat“ (28,57 %) und „Ich habe es nicht nötig oder sehe keinen Sinn darin“ (21,43 %).

    Was die Ausrüstung für den Internetzugang betrifft, so haben 100 % der Befragten in dieser Gruppe zu Hause über einen Computer oder ein Tablet Zugang zum Internet. In Bezug auf die Nutzung sozialer Netzwerke ist festzustellen, dass das soziale Netzwerk Facebook im Vergleich zu anderen Nutzergruppen, wie z. B. den derzeitigen Müttern (n=65), bei denen dieses soziale Netzwerk 92,31 % der Nutzung erreicht, weniger wichtig ist.

    Diese Daten (die aufgrund der Größe der Stichprobe immer mit Vorsicht zu genießen sind) stehen im Einklang mit Studien, die den Rückgang dieses sozialen Netzwerks bei jüngeren Menschen belegen. Unter den befragten werdenden Eltern fällt auch die hohe Nutzung von YouTube auf: 83 % der Befragten sind aktive Nutzer dieser Plattform.

    Reflexionen

    Die Umfragedaten bestätigen die Arbeitsweise des AMitE-Projekts und die Notwendigkeit, die Arbeit zur Mobilisierung und Schulung spanischsprachiger Eltern in unserer Region fortzusetzen.

    Die Rolle lokaler Vereinigungen als Brückeninstitutionen mit Zugang zu Zuwanderern ist unbestreitbar, wie die hohe Beteiligung zeigt, die bei dieser Umfrage in kurzer Zeit und mit relativ wenigen Verbreitungsmitteln erreicht wurde. Es scheint jedoch auch eine Tatsache zu sein, dass die Einwandererverbände viele Einwanderer nicht erreichen, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass die Existenz dieser Organisationen, ihre Funktionen und ihr Nutzen nicht bekannt sind. Da die spanischsprachigen Einwanderer aus Kulturen kommen, in denen es keine Tradition des Vereinswesens gibt, ist es wichtig, Informations- und Sensibilisierungsarbeit zu leisten, und dazu ist eine institutionelle Unterstützung erforderlich.

    Die mangelnde Kenntnis des deutschen Systems ist einer der Aspekte, die das Wohlergehen vieler Familien beeinträchtigen. Die Eltern sind auch besorgt, dass ihre Kinder nicht die gleichen Chancen haben wie andere Kinder, weil sie das System nicht kennen. Als Multiplikatoren und Vereine müssen wir die Eltern weiterhin über das deutsche System sowie über die Kultur und Traditionen der Region informieren und schulen.

    Einwandererverbände können in einigen Fällen die einzigen Einrichtungen sein, die Zugang zu den Einwanderern haben und daher eine wesentliche Rolle im Integrationsprozess vieler Familien in der Region spielen, als Bindeglied zwischen ihnen und einem System, das sie vielleicht nicht kennen, als vertrauenswürdige Personen, die die Probleme kennen, sie identifizieren können und über die notwendigen Instrumente verfügen, um die Familien bei ihrer Suche nach Lösungen zu begleiten.

    Dieser Fragebogen zeigt mehrere offene Arbeitsbereiche auf, die in den Aktionsradius von Verbänden und Multiplikatoren fallen würden. Es gibt viel zu tun, aber es müssen Anstrengungen und Ressourcen investiert werden, die oft nicht zur Verfügung stehen. Zeit ist das wertvollste und knappste Gut, das es gibt. Ein zentrales Anliegen ist es, die Professionalisierung von Multiplikatoren und Migrantenvereinen zu fördern, damit sie die für die Integration spanischsprachiger Familien in Mittelfranken so notwendige Vor-Ort-Arbeit effektiv leisten können.

  • Medizinische Vorsorgeuntersuchungen im Vorschulalter in Deutschland

    Medizinische Vorsorgeuntersuchungen im Vorschulalter in Deutschland: U1-U9-Untersuchungen, der Impfkalender und die obligatorische Vorschuluntersuchung

    María Pinto / Nürnberg, 25. Juni 2021

    Am 23. Juni fand auf der virtuellen Plattform Zoom ein Workshop für spanischsprachige Familien zum Thema „Medizinische Vorsorgeuntersuchungen im Vorschulalter in Deutschland“ mit der Kinderärztin Frau Dr. med. Kathrin Bastidas Correa als Gastrednerin statt. Ziel des Workshops war es, spanischsprachige Familien über den Inhalt und Zweck der obligatorischen Vorsorgeuntersuchungen zu informieren, die das deutsche Gesundheitssystem für unsere Kinder bis zum Schulalter vorsieht.

    Der Tag begann mit der Vorstellung des Vereins INTERCULTURA und des AMITE-Projekts des Confederación, gefolgt von einer Präsentation aller Teilnehmer und einer Eisbrecher-Aktivität namens „Entdecke, wer…“ mit Fragen an die Teilnehmer über ihre Erfahrungen in der pädiatrischen Sprechstunde in Deutschland.

    Foto 1: Los participantes en el encuentro al inicio de la ponencia de la invitada.

    Danach begann der Vortrag von Frau Dr. Bastidas, der in zwei Blöcke unterteilt war. Der erste befasste sich mit den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U9, dem Impfschema und den grundlegenden Unterschieden im Vergleich zu den spanischsprachigen Ländern. Es handelte sich um ein partizipatives Gespräch, das die Erklärungen des Arztes mit den Fragen und Erfahrungen der anwesenden Familien verband.

    Nach der Pause begann der zweite Block über die obligatorische Schuleingangsuntersuchung. Ziel und Inhalt dieser medizinischen Untersuchung wurden erörtert und die von den Familien aufgeworfenen Fragen beantwortet.

    Für diejenigen, die nicht anwesend sein konnten, aber mehr über diese medizinische Untersuchung erfahren möchten, finden Sie hier einige Bilder des Vortrags von Frau Dr. Bastidas.

    Foto 2: Cuestionario del Schuleingangsuntersuchung en Baviera.

    Foto 3: Schuleingangsuntersuchung: Habilidades sociales que debe tener el niño.

    Foto 4: Schuleingangsuntersuchung: Habilidades cognitivas que debe tener el niño.

    Foto 5: Schuleingangsuntersuchung: Habilidades motrices que debe tener el niño.

    Foto 6: Schuleingangsuntersuchung: Habilidades del lenguaje que debe tener el niño.

    Foto 7: Schuleingangsuntersuchung: el resultado del chequeo.

    Die abschließende Botschaft, die Frau Dr. Bastidas den Eltern über diese ärztliche Untersuchung vermitteln wollte, lautete: „Ein gesundes Kind, das in einem gesunden Elternhaus aufwächst und von Eltern geliebt wird, die es nach ihrem Herzen und ihrem gesunden Menschenverstand erziehen, braucht die Schuleingangsuntersuchung nicht zu fürchten. Ich hoffe, dieser Vortrag hat Ihnen gezeigt, dass Sie Ihre Kinder nicht mit übertriebenen Übungen und Hausaufgaben „belasten“ müssen, sondern ihre Kindheit genießen können!“

    Wir sind Frau Dr. med. Kathrin Bastidas Correa sehr dankbar für ihr Engagement bei der Vorbereitung dieses Workshops sowie für ihren didaktischen und unterhaltsamen Vortrag, der den teilnehmenden Familien half, Fragen zu den Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen ihrer Kinder zu beantworten und das deutsche Gesundheitssystem besser zu verstehen.

    Foto 8: Participantes al evento.

    Dieser Workshop ist Teil des Projekts AMITE („Arbeit mit Eltern“) der Confederación de Asociaciones Españolas de Padres de Familia en la R.F. de Alemania (Bund der Spanischen Elternvereine in der BRD), wird von den Nürnberger Multiplikatorinnen von INTERCULTURA deutsch-spanischer Verein für Bildungs- und Kulturarbeit e.V. organisiert und vom Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat und Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert.

    Das Nürnberger Team dankt der AMITE-Projektleitung der Confederación für die Hilfe und den wertvollen pädagogischen Input sowie dem Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge für die Unterstützung, ohne die dieses Projekt nicht möglich wäre.

  • INTERCULTURA arbeitet mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), um das Jean-Monet-Projekt der Europäischen Union in unserer Community bekannt zu machen.

    INTERCULTURA arbeitet mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), dem Centro Argentino de Franken e.V., Radio Z, Sin Fronteras und Ceclam e.V. zusammen, um das Jean-Monet-Projekt der Europäischen Union in unserer Community bekannt zu machen.

    https://www.youtube.com/watch?v=HVXvjkB-oAE&t=237s

    Unter dem Titel „Die Neukonfiguration der Präsenz der Europäischen Union in Lateinamerika“ wird am 21. und 28. Juni 2021 in Nürnberg eine Konferenzreihe in englischer und spanischer Sprache von ausgewählten Experten präsentiert.

    Wir freuen uns über die Präsenz dieser Referenten in unserer Region und möchten Sie ermutigen, sich über ein für uns so relevantes Thema wie die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Lateinamerika zu informieren.

    Und vergessen Sie nicht, dass Sie mit Ihrer Teilnahme die Organisation hochwertiger Veranstaltungen auf Spanisch in unserer Region unterstützen.

    Wir von INTERCULTURA freuen uns sehr, diese Referenten hören zu können und mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), dem Centro Argentino de Franken eV,  Radio Z, Sin Fronteras und Ceclam e.V. zusammenzuarbeiten, um das Jean-Monet-Projekt der Europäischen Union bekannt zu machen.

    Hier finden Sie das komplette Programm:

    INSCRIPCIONES

    Este es un evento subvencionado y la participación es gratuita. Una semana antes del evento estarán disponibles los enlaces para la plataforma Streamyard por la que se transmitirá en vivo.

  • La crianza bilingüe en Alemania.(Deutsche Version)

    María Pinto / Nürnberg, 17 de mayo de 2021

    El pasado día 11 de mayo se celebró a través de la plataforma virtual Zoom el Workshop para familias hispanohablantes “Crianza bilingüe en Alemania: cómo optimizar el desarrollo del lenguaje de nuestros hijos” que reunió a 17 familias hispanohablantes residentes en Alemania.

    Foto 1: Los participantes en el encuentro

    Como experta invitada, el encuentro contó con Ana María Acevedo, logopeda especializada  en el área de educación y desarrollo del lenguaje infantil con más de veinte años de experiencia en la asesoría a familias multilingües de Alemania. 

    Tras la bienvenida y la presentación, cada participante se presentó identificando a qué tipo de familia bilingüe pertenece su propia familia y qué idiomas se hablan en su hogar. Después se hizo una actividad en grupos en la que los padres pusieron a prueba sus conocimientos sobre el bilingüismo, teniendo que decidir si las frases planteadas eran verdaderas o falsas. De esta manera, se puso de manifiesto los mitos que aún existen sobre el bilingüismo y se dio paso a la ponencia de Ana María Acevedo sobre los conceptos básicos de bilingüismo. 

    Foto 2: Actividad en grupo “Los mitos del bilingüismo” 

    Foto 3: Presentación de Ana María Acevedo sobre los conceptos básicos del bilingüismo

    Al final de la ponencia los padres pudieron de plantear sus preguntas a la invitada y compartir sus experiencias e inquietudes sobre la crianza bilingüe.  

    Agradecemos profundamente Ana María Acevedo su presencia en el workshop y su profesional y didáctica exposición, que ayudó a las familias a resolver dudas sobre la crianza bilingüe y comprender mejor la realidad de sus hijos. 

    El final del taller se dedicó a reflexionar sobre la importancia de movilizarse y de unirse con otras familias bilingües. Los asistentes compartieron ideas de actividades que se podrían llevar a cabo con las familias de Nürnberg y debido al interés que despertó el tema, se acordó celebrar un próximo encuentro dedicado exclusivamente a desarrollar estas propuestas y encontrar actividades que podrían organizarse conjuntamente a nivel local.

    Foto 4: Reflexión final

    Este taller es parte del proyecto AMitE (“Arbeit mit Eltern”) de la Confederación de Asociaciones Españolas de Padres de Familia en la R.F. de Alemania, está organizado por las multiplicadoras de Nürnberg de INTERCULTURA deutsch-spanischer Verein für Bildungs- und Kulturarbeit e.V y está financiado por el Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat y el Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

    El equipo de Nürnberg agradece a la dirección del proyecto AMitE de la Confederación su ayuda y sus valiosas aportaciones pedagógicas y al Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat y al Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge su apoyo, sin el cual este proyecto no sería posible.

    Foto 5: Carolina Molina y María Pinto, multiplicadoras del equipo de Nürnberg y fundadoras de la Asociación INTERCULTURA deutsch-spanischer Verein für Bildungs- und Kulturarbeit e.V.Momento de la presentación del Prof. Dr. Marcus Meyer
  • Neuer Kurs „Willkommen in Nürnberg“

    Unser Verein INTERCULTURA veranstaltet wieder einen Kurs „Willkommen in Nürnberg“. Der Kurs richtet sich an Migrantinnen nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. In leichtem Deutsch sprechen wir u. a. über Gebräuche und die Kultur in Deutschland, die deutsche Sprache, Unterschiede in der Kommunikation, Freizeitgestaltung, Sozialisierung in Deutschland, Arbeitsrecht, Gesundheit und psychologische Aspekte bei Migration.

    Kursbeginn ist der 18. März 2021.

    Der Kurs ist für die Teilnehmerinnen kostenfrei, da er subventioniert wird.

    Er findet in 11 Einheiten ab dem 18.03.2021 bis zum 17.06.2021, jeweils donnerstags zwischen 15.15 Uhr und 18.30 Uhr auf der Plattform Zoom (virtuell) statt.

    Er wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) finanziert.

    Kursleiterin ist María Pinto del Solo, Kursbegleiterin ist Carolina Molina Peralta.

    Zwecks Einschreibung und Informationen schreiben Sie bitte eine Mail an carolina.molina@intercultura-nuernberg.de oder schicken Sie eine Nachricht über unsere Facebook-Seite.

  • Workshop: Das bayerische Schulsystem

    Am 24.03.2021, 17.00 – 19.45 Uhr, wird unser Mitglied Prof. Dr. Marcus Meyer auf der Plattform Zoom über das Schulsystem in Bayern (Gymnasium, Realschule, Mittelschule) referieren. Der Workshop ist für die Teilnehmer gratis. Die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt. Wer sich einschreiben möchte, möge sich per E-Mail oder WhatsApp-Nachricht mit komplettem Vornamen und Nachnamen, Postanschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer bei carolina.molina@intercultura-nuernberg.de, WhatsApp 015221376941, melden.

    Diese Veranstaltung wird von unserem Verein INTERCULTURA veranstaltet und ist Teil des Projekts AMiTE der Confederación de Asociaciones Españolas de Padres de Familia, das vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sowie vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) finanziert wird.

  • Engagiert für den Bildungserfolg unserer Kinder.

    Engagiert für den Bildungserfolg unserer Kinder. Identifizierung der Herausforderungen spanischsprachiger Familien

    María Pinto / Nürnberg, 14 Januar 2021
    Übersetzung von www.confederacion.de

    In diesem Dezember fand das erste virtuelle Treffen spanischsprachiger Familien in der Region Nürnberg unter dem Titel statt: “Engagiert für den Bildungserfolg unserer Kinder. Identifizierung der Herausforderungen spanischsprachiger Familien”.

    Diese Tagung ist Teil des Projekts AMITE (“Arbeit mit Eltern”) der Confederación de Asociaciones de Padres de Familia en la R.F. de Alemania (Bund der spanischen Elternvereine in der BRD), gefördert durch das Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und wird in Nürnberg von den Multiplikatoren der INTERCULTURA deutsch-spanischer Verein für Bildungs- und Kulturarbeit e.V. organisiert.

    Aufgrund der großen Anzahl von Familien, die an der Teilnahme interessiert waren und um die Teamarbeit in der virtuellen Umgebung zu erleichtern, wurde der Workshop an zwei Tagen abgehalten: 12. und 18. Dezember. Insgesamt nahmen zwanzig Familien aus Argentinien, Chile, Kolumbien, Kuba, Spanien, Mexiko, Peru und Venezuela teil, sowie zwei spanischsprachige Familien aus Brasilien und der Ukraine.

    Bild 1: Teilnehmer am 12 Dezember.
    BIld 2: Teilnehmer am 18 Dezember.

    Ziel dieses ersten Treffens war es, die wichtigsten erzieherischen Herausforderungen für spanischsprachige Familien in Deutschland zu identifizieren.

    Der Tag begann mit der Präsentation des Vereins INTERCULTURA und des AMITE-Projekts, gefolgt von einer Vorstellung aller Teilnehmer und einer Eisbrecher-Aktivität namens “Eltern-Bingo”. Es folgte die Aktivität “Sätze vervollständigen”, bei der die Eltern Sätze wie “Als Vater/Mutter mache ich mir Sorgen um…” vervollständigen und ihre Antworten mit der Gruppe teilen mussten.

    Bild 3: „Als Vater/Mutter mache ich mir Sorgen um…“

    Die dritte Aktivität des Tages war die “Problemampel”, bei der die Elternteams die wichtigsten Hindernisse, denen sie als Eltern beim Bildungserfolg ihrer Kinder in Deutschland begegnen, identifizieren und farblich einordnen mussten.

    Zum Abschluss gab es eine vergleichende Betrachtung der “Problem-Ampeln” der drei Teams.

    BIld 4: „Problem Ampel“

    Zu den Hauptthemen, die wir nach diesen Überlegungen mit den Familien beobachten konnten, gehören die folgenden:

    • Eines der Probleme, die von den Eltern genannt wurden, war die Sorge, dass sie mit dem deutschen Bildungssystem nicht vertraut sind und dass ihr mangelndes Wissen ihren Kindern Chancen oder Werkzeuge vorenthalten könnte, um ihre Träume in der Zukunft zu verwirklichen.
    • Tatsächlich ist die Frage, die den Eltern schulpflichtiger Kinder die meisten Sorgen und Ängste bereitet, was passiert, wenn sie nicht auf das Gymnasium kommen. In den meisten spanischsprachigen Ländern wird ein Universitätsstudium als die einzig mögliche Alternative angesehen, um eine vielversprechende berufliche Zukunft zu haben.
    • Bei Eltern mit Kindern im Vorschulalter wurde mehrfach die Angst vor dem Reifetest für den Eintritt in die Grundschule festgestellt, die auf das fehlende Wissen über den Zweck dieser medizinischen Untersuchung und über ihren Inhalt zurückzuführen ist.
    • Außerhalb des Schulsystems ist eines der Hauptanliegen der Familien, ein Gleichgewicht zwischen eigenen Werten und Traditionen und den deutschen zu finden, besonders wenn es einen Konflikt zwischen den Werten der Heimatgesellschaft und denen der Gastgesellschaft gibt.
    • Eine der Herausforderungen für Eltern ist es, ihre eigenen Traditionen so zu vermitteln, dass sie für ihre Kinder attraktiv sind (z.B. mit anderen Familien und Kindern) und sie zu motivieren, aktiv ihre Muttersprache zu sprechen.
    • Ein weiteres wiederkehrendes Thema war das Bedürfnis nach mehr Kontakt mit deutschen Familien. In diesem Zusammenhang wiesen die Eltern auf die Schwierigkeiten bei der Kommunikation und dem Aufbau von Beziehungen zu diesen Familien hin, die auf kulturelle/ kommunikative Unterschiede und das fehlende Wissen über die deutsche Kultur und die hiesigen sozialen Beziehungen zurückzuführen sind.
    • Darüber hinaus wurden weitere wichtige Themen besprochen, wie z. B. die Angst, dass die Kinder diskriminiert werden oder unter sozialem Druck stehen, um “wie die anderen” zu sein und ihre Identität zu verlieren.

    Die Liste der diskutierten Themen war lang und sehr interessant. Wir möchten uns bei den teilnehmenden Familien für ihr Engagement im Projekt und die tolle Arbeitsatmosphäre bedanken, die für den Austausch von Erfahrungen und Ideen geschaffen wurde.

    Wir danken auch dem AMITE-Team für die Hilfe und die wertvollen pädagogischen Beiträge sowie dem Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge für ihre Unterstützung, ohne die dieses Projekt nicht möglich wäre.

    Bild 5: María Pinto und Carolina Molina, Nürnberg-Team

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  • Workshop AMiTE

    AMiTE Workshop mit Familien aus Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Spanien, Mexiko und Venezuela.
    DANKE ❤ ️ Carolina, Cristhian, Karla, Leticia, Pamela, Perla, Yagel, Yessica, Conni und Cinthia für das Teilen Ihrer wertvollen Erfahrungen, Ideen und Gedanken!