„Zwei Welten in einer“. Märchen für spanischsprachige Migrantenfamilien.

Im Dezember wurde eines der schönsten Projekte abgeschlossen, das wir bis jetzt hatten: Ein Buch!

Der Titel lautet “Zwei Welten in einer”.

Es ist eine Sammlung von Geschichten, die von spanischsprachigen Migrantenmüttern geschrieben und mit ihren Kindern illustriert wurden.

Es handelt sich um Geschichten, die auf Spanisch geschrieben wurden, um sie unseren Kindern in ihrer Muttersprache vorzulesen. Auf diese Weise wollen wir die Zweisprachigkeit fördern und ihnen beim Erwerb Ihrer „eigentlichen Muttersprache“ helfen, die in unserem deutschsprachigen Umfeld Spanisch ist.

Die Geschichten behandeln Themen, die zur Realität eines Einwanderers gehören und bieten Gelegenheit, mit Kindern über diese Themen zu sprechen, ihnen zu helfen, ihre eigene Familie zu verstehen. Dabei wird die Einwanderung immer von ihrer positivsten Seite gezeigt, in der Überzeugung, dass alle Hindernisse überwunden werden können und dass die Öffnung gegenüber anderen Kulturen ein großes Geschenk für Kinder ist.

Dieses Buch wurde koordiniert von Maria Pinto del Solo, Multiplikatorin des AMITE-Projekts, in Zusammenarbeit mit INTERCULTURA deutsch-spanischer Verein für Bildungs- und Kulturarbeit e.V.

Das Projekt AMitE („Arbeit mit Eltern“) des Bundes der Spanischen Elternvereine in der Bundesrepublik Deutschland e. V. wird durch das Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert.

Die Idee und ihre Umsetzung

Dieses Buch ist das Ergebnis eines Treffens, das von Intercultura im Juni 2021 im Rahmen des AMiTE-Projekts einberufen wurde. An diesem Tag trafen sich mehrere spanischsprachige Personen aus der Region, um über Initiativen zu beraten, die in Nürnberg durchgeführt werden sollten.

Bei diesem Treffen schlug María Pinto, die bereits Erfahrung als Schriftstellerin hat und mit der Verlagswelt vertraut ist, die Idee vor, ein Buch mit Geschichten von Migrantenmüttern zu erstellen und dieses gemeinsam mit deren Kindern zu illustrieren. Desiree, die schon immer davon geträumt hat, eine Geschichte zu schreiben, Karla, die gerne zeichnet, und Majo, die Bücher und Buchhandlungen liebt, schlossen sich der Initiative sofort an.

Und so kamen diese spanischsprachigen Migrantenmütter zusammen, um einen gemeinsamen Traum zu verwirklichen: ein Buch mit ihren Kindern, für ihre Kinder zu schreiben.

Das Projekt wurde durch die Arbeit eines multikulturellen Teams ermöglicht, das sich aus zahlreichen Personen und Institutionen zusammensetzt.

Die Autoren sind María José Kerk aus Venezuela, María Pinto del Solo aus Spanien, Desiree Dianderas-Schäfer aus Peru und Karla Danira Martínez Rizo aus Mexiko. Valentina Zavala aus Mexiko, Jörg Steinheimer aus Deutschland und María Paula Romero aus Kolumbien haben ebenfalls an dem Buch mitgewirkt und mitgearbeitet.

Darüber hinaus wäre das Buch nicht möglich gewesen ohne die Koordination von María Pinto als Multiplikatorin des Projekts AMitE („Arbeit mit Eltern“) des Bundes der Spanischen Elternvereine in der Bundesrepublik Deutschland e. V., das vom Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert wird.

Unser besonderer Dank gilt María Pinto für ihre Texte im Vorwort und auf der Rückseite des Buches sowie für das Korrekturlesen aller Texte im Buch.

Diese Initiative zeigt, dass viel erreicht werden kann, wenn wir uns zusammenschließen und zusammenarbeiten.

Der Erstellungsprozess

Das Buch ist während der monatelangen Pandemie entstanden, mit den damit verbundenen Koordinierungsschwierigkeiten, bei denen einige persönliche Treffen mit mehreren Videokonferenzen, zahlreichen E-Mails und Chat-Nachrichten kombiniert wurden.

Im September wurde der Prozess des Schreibens und Überarbeitens der Geschichten abgeschlossen, und es wurde damit begonnen, sie gemeinsam mit den Kindern zu illustrieren. Im Dezember war das Layout fertig und das Buch wurde an die Druckerei geschickt.

Das Ergebnis

Das Buch besteht aus vier illustrierten Geschichten auf Spanisch, die sich mit Themen wie der Entscheidung, die Heimat zu verlassen, der Einsamkeit, an einem neuen Ort anzukommen, dem Unbehagen, sich anders zu fühlen oder mit dem Gefühl zu leben, einen geliebten Menschen zu vermissen, beschäftigen – universelle Themen, die nicht nur Migrantenfamilien betreffen.

Die vier Geschichten sind:

“Der gelbe Baum”

Auswandern heißt nicht, vor etwas weg zu laufen, sondern Neues erfahren zu wollen.

María José Kerk, illustriert gemeinsam mit Carlotta Kerk. 


“Das Paradies auf Erden” 

Die Nostalgie ist nicht der Feind des Glücks.

María Pinto del Solo, illustriert gemeinsam mit Marina Meyer.


“Die schönste Wimper der Welt”

Der Mix aus Kulturen bringt Dich zum Lächeln

Desiree Dianderas-Schäfer, illustriert gemeinsam mit Rafael und Nicolas Schäfer.


“Mein Meer”

Erst wenn man sich dem Fremden gegenüber öffnet, hört es auf, fremd zu sein.

Karla Danira Martínez Rizo, illustriert gemeinsam mit Dalia Minerva Dojkov Martínez

Vorwort von María Pinto

„Bei “Zwei Welten in einer“ handelt es sich um die Sammlung von vier Märchen, die von Migrantinnen geschrieben und von ihnen gemeinsam mit ihren Kindern illustriert worden sind. Wir – die vier Autorinnen – sind aus spanischsprachigen Ländern nach Deutschland gekommen, haben eine Familie mit deutschen Partnern gegründet und haben unsere Kinder weit weg von unserer eigenen Kultur in multikulturellen und zweisprachigen Familien aufgezogen.
Mit diesen Erzählungen möchten wir den Leserinnen und Lesern die Möglichkeit geben, mit ihren Kindern einige derjenigen Themen zu behandeln, die zum Alltag einer Migranten- bzw. multikulturellen Familie gehören.
Auswandern bedeutet, dass man seine Eltern und Geschwister und die Straßen hinter sich lässt, in denen man seine ersten Schritte gemacht hat, dass man seine Traditionen aufgibt, und den Verlust des gewohnten Geschmacks und der bekannten Gerüche. Es bedeutet schlicht von Null wieder anfangen zu müssen. Geschichten über Migration werden in der Regel mit einem nostalgischen und traurigen Unterton erzählt. Klar ist: emigrieren heißt, dass man die befestigte, gerade Straße verlässt, um die Reise auf einem schlecht gepflasterten Weg fortzusetzen. Es ist ein Streifzug voller Höhen und Tiefen, voller Stolpern, Nadelstichen oder schlimmstenfalls Brüchen.
Dennoch, eine andere Kultur kennenzulernen ist ein riesiges Geschenk. Wir wollen daher mit unseren Erzählungen dem Leser die positive Seite von Migration näherbringen. Sich einem multikulturellen Umfeld zu öffnen heißt gleichzeitig den eigenen Horizont zu erweitern, sich in Toleranz zu üben und mentale Schranken niederzureißen.
Kinder sollen zwei Dinge von ihren Eltern mitbekommen: Wurzeln und Flügel. Mit unseren multikulturellen Wurzeln hoffen wir, dass wir unseren Kindern gedankliche Flügel verleihen können, die sie so weit – oder gar noch weiter – tragen, wie das Leben uns Tausende von Kilometern von dem Ort weggetragen hat, an dem wir geboren worden sind“.

Wie man das Buch kaufen kann

Das Buch kann bei der Librería Española in München bestellt werden. Es ist auch auf Amazon.es, auf der Website des Verlags Torres Editores und auf Amazon.de (dort nur in digitaler Form) erhältlich. Sobald es auf Amazon Deutschland in physischer Form erhältlich ist, werden wir es auf unserer Facebook-Seite ankündigen.

Librería espanola de Munich

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Torres Editores

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